willenserklärungen

Patientenverfügung – immer noch ein gescheutes, wenn nicht sogar gemiedenes Thema in unserer Gesellschaft und doch meiner Meinung nach, in jedem Alter sehr bedenkenswert und vor allem immer wieder und von Zeit zu Zeit auch wieder überdenkenswert.

Hier möchte ich Ihnen den Denkanstoß geben zu bedenken und zu Überdenken.

Als Werkzeug will ich ihnen eine Patientenverfügung in einfacher Sprache erstellt vom Evangelischen Klinikum Bethel an die Hand geben.

Jeder Mensch kann in die Lage kommen, nicht mehr selbst für sich entscheiden zu können. Für diesen Fall ist eine Patientenverfügung sehr hilfreich.
Diese Patientenverfügung ist in einfachen Worten geschrieben.
Es gibt viele Bilder. Alle medizinischen Wörter sind erklärt.

Möglicherweise haben Sie bereits darüber nachgedacht, eine Patientenverfügung zu erstellen. Der Schritt, das konkret zu tun, fällt vielen Menschen schwer.
Vielleicht schieben Sie diese Aufgabe, die Sie sich selbst gestellt haben, ja schon länger vor sich her. Ich möchte Sie ermutigen diesen Schritt zu tun.

Niemand schreibt eine Patientenverfügung, weil er möchte, dass eine in ihr beschriebene Situation eintritt. Sie nehmen ja auch nicht an einem bewölkten Tag einen Regenschirm mit, weil Sie möchten, dass es regnet, und Sie schließen auch keine Krankenversicherung ab, weil Sie krank werden möchten.

Der Inhalt Ihrer Patientenverfügung soll Ihre persönlichen Vorstellungen und Wünsche über das Leben widerspiegeln.

In der Patientenverfügung sollten präzise Wünsche zu konkreten Handlungs- und Therapiemaßnahmen zum Ausdruck gebracht werden. Darüber hinaus ist es ebenso
wichtig, dass Sie Ihre eigene Weltanschauung und Grundeinstellung zum Leben und
Sterben aufschreiben, da diese bei der Ermittlung Ihres mutmaßlichen Willens von großer Bedeutung sein können.

Sollte ein Patient oder eine Patientin sich selbst nicht mehr äußern können, kann eine Patientenverfügung Auskunft über den Patientenwillen geben. Sie beinhaltet wichtige Anhaltspunkte für den Umgang sowie die Art der Behandlung für Ärzte, Pflege und für den gesetzlichen Vertreter (Betreuer, Vorsorgebevollmächtigter oder Vormund). Ebenso können die Angehörigen durch die vorsorgliche Willenserklärung angeleitet werden, wenn Betroffene nicht mehr in der Lage sind, Zustimmungen oder Ablehnungen zu Behandlungsmaß­nahmen kund zu tun.

Das EvKB hat eine eigene Patientenverfügung als PDF-Download bereit gestellt, die im Rahmen einer fachkundigen und individuellen Beratung ausgefüllt werden sollte.