reflexintegrationstraining

Training zur Integration frühkindlicher Reflexe

Was sind frühkindliche Reflexe?

Die frühkindlichen Reflexe sind wichtige genetisch festgelegte Bewegungsmuster, die für alle Menschen gleich in ihrem Bauplan angelegt sind.

Vom Zeitablauf her entstehen sie während der Schwangerschaft ab der 5. Woche, der Geburt, sowie kurz danach aufgrund der neuen Bedingungen außerhalb des Mutterleibs, nach einem natürlich vorgegebenen Plan.
Sie sind in dieser Zeit und besonders im ersten Lebensjahr ein wesentlicher Bestandteil für die Entwicklung des Kindes. Alle Reflexe haben sensorische und motorische Aufgaben und bilden jeweils die Grundlage für spätere bewusst gesteuerte Fertigkeiten. Sie sind jeweils für einen bestimmten Abschnitt in der frühkindlichen Entwicklung wichtig und überlebenswichtig wie z.B. die Fähigkeit des Lagewechsels im Mutterleib, die aktive Mitarbeit beim Geburtsvorgang oder der kleinkindlichen Entwicklung wie kriechen, krabbeln, stehen oder die ersten Schritte.

Kurz nach der Geburt und im Laufe des ersten Lebensjahres bzw. spätestens mit dem Erreichen des 4. Lebensjahres werden die Frühkindlichen Reflexe nach und nach in einer bestimmten Reihenfolge zugunsten reifer Bewegungen und Handlungsleistungen abgelöst und gehemmt, beispielsweise wird aus Kriechen Krabbeln, aus Kabbeln wird Laufen.

Hierfür ist die natürliche Ausübung und die anschließende Hemmung der frühkindlichen Reflexe und dadurch ihre Integration in höhere Reflexe notwendig.

Warum ein Training zur Integration frühkindlicher Reflexe?

Manchmal ist dieser natürliche Prozess der Ausreifung und Ablösung eines frühkindlichen Reflexes und seine Integration durch bestimmte Umstände gestört oder verhindert und er bleiben, wie der Statist eines vorhergehenden Akts bei einem Theaterstück, einfach auf der Bühne und spielt stereotyp seine Rolle weiter.

Dies bringt natürlich den Ablauf des Drehbuchs der Entwicklung in dem Sinn durcheinander, als das er den Platz für den höheren ihn ablösenden Reflex besetzt.

Das Kind oder auch der betroffene Erwachsene muß kompensierend sehr große Anstrengungen aufbringen, um für viele so normale Fertigkeiten wie sie Zuordnung von links und rechts oder das einfache Erlernen von Rechtschreibung oder Rechnen zu bewältigen. Dieses kann ein nachträgliches `neuronales Training´ aufgefangen und weitgehend gelöst werden.

Einige mögliche Gründe für die Nichtintegration frühkindlicher Reflexe

Durch unzureichende Stimulation des kindlichen Gehirns, bleiben bestimmte Reflexe weiterhin aktiv oder werden zeitweilig ausgelöst (sind persistierend) und können die natürliche Entwicklung hemmen.

Hintergründe hierfür können beispielsweise sein:

  • Lange Bettlägerigkeit der Mutter während der Schwangerschaft
  • Eine emotional stressige Schwangerschaft
  • Notwendige Eingriffe in den natürlichen Geburtsvorgang wie beispielsweise eine     Kaiserschnittentbindung, Zangen- oder Saugglockengeburten, wehenfördernde und wehenhemmende Maßnahmen oder/und eine Periduralanästhesie (PDA)
  • Lange Krankheit des Kindes verbunden mit Bewegungseinschränkung
  • Eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten für das Kleinkind wie sehr häufiger Aufenthalt in einer Babyschale, wenig Gelegenheit zur Bauchlage, tragen einer Spreizhose, Gehhilfen ec.
  • Überspringen des Krabbelstadiums

Abweichungen vom normalen Verlauf der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren und die dadurch verhinderte Einübung notwendiger Bewegungsmuster (das nicht rechtzeitige Integrieren der frühkindlichen Reflexe) können auf eine Entwicklungsverzögerung im zentralen Nervensystem hinweisen, die durch Kompensation zu Ausgleichshandlungen führt.

Auch Erwachsene können noch von den Auswirkungen betroffen sein, die Probleme aus dem Kindesalter wachsen sich nicht aus. Die meisten Erwachsenen entwickeln gute Kompensationsmuster. Jedoch kostet es die Betroffenen oftmals viel Kraft und Anstrengung, den ständig einschießenden Reflex zu unterdrücken, um den Alltagsanforderungen gerecht zu werden.

Unabhängig vom Lebensalter können bestimmte Reflexmuster wieder reaktiviert werden. Dies kann beispielsweise durch eine Gehirnverletzung wie ein Schädel-Hirn-Trauma oder durch psychisch stark belastende Lebensumstände hervorgerufen sein und bei der Rehabilitation störend einwirken.

Durch einen ausführlichen Fragebogen kann feststellt werden, ob möglicherweise noch frühkindliche Reflexe bei Ihnen/Ihrem Kind aktiv sind und den Boden für bestimmte Problematiken bilden.

  1. Fordern Sie kostenfrei und unverbindlich einen Fragebogen bei mir an und beantworten Sie möglichst sämtliche Fragen mit Ja oder Nein.
  2. Bei mindestens 7 „Ja-Antworten“ besteht die Wahrscheinlichkeit, dass noch frühkindliche Reflexe aktiv sind.
  3. Schicken Sie mir diesen ausgefüllten Fragebogen per Post oder per E-Mail zurück.

Gerne werde ich Ihnen eine Auswertung Ihres Fragebogens erstellen und Sie in einem kostenfreien Gespräch über die Ergebnisse informieren!

Eine Sitzung zur Besprechung der aktuellen Problematik bringt Ihnen letztlich Klarheit.

Vereinbaren Sie mit mir einen Termin zur Klärung, ob noch aktive Reflexe bei Ihnen oder Ihrem Kind bestehen, ich berate Sie gerne bei Ihren Fragen.