Pflanzen-Hydrolate – mit Wasserdampf gelöste Pflanzenessenz

Hydrolate – die sanften Pflanzenwasser

Ein Wissen das Jahrtausende alt ist – klares Wasser löst in Form von Dampf wertvolle Inhaltstoffe aus Blüten, Blättern und Wurzeln. Das Resultat sind reinste Pflanzenwasser, die sich ausgezeichnet als Gesichts- oder Körperwasser, zur Pflege und als Heilmittel verwendet lassen.

Die Wasserdampfdestillation zur Herstellung von ätherischem Öl und Hydrolat ist eine Jahrtausende alte Technik die Essenz aus Pflanze heraus zu filtern und in Flaschen zur Aufbewahrung abzufüllen.

Der Gebrauch duftender und harziger Pflanzen als Heilmittel hat sicher eine mindestens 5000- jährige Geschichte. Aber schon früher, in der Steinzeit, wurden bereits Harze und Hölzer verbrannt. Räucherungen mit aromatischen Pflanzen waren Bestandteile beinahe aller Kulturen des Altertums. Archäologen fanden ein mesopotamisches Destilliergerät, dass auf ein Alter von 5.000 Jahren geschätzt wird.

Im alten Ägypten scheint die Extraktion von ätherischen Ölen aus Zedernholz, Weihrauch und Myrrhe bekannt gewesen zu sein. Griechen und Römer zehrten vom Wissen der Ägypter, doch dann scheint das Geheimnis verloren gegangen zu sein.

Erst durch die Araber, vor allem dem berühmten Arzt Avicenna kam die Kunst der Destillation wieder nach Europa. Im 16. Jahrhundert erlebte die Destillation eine Renaissance und wurde vor allem in Frankreich zur Herstellung von Parfums praktiziert.

Was sind Hydrolate?

Hydrolate auch Pflanzen- oder Blütenwasser genannt, sind das Resultat einer Wasserdampfdestillation von Pflanzenteilen (Blüten, Blätter und/oder Wurzeln). Das Rosenhydrolat ist wohl eines der bekanntesten und beliebtesten Pflanzenwasser.

Pflanzenwasser haben oft eine ähnliche Wirkung wie die ätherischen Öle der jeweiligen Pflanze, sie sind jedoch wesentlich milder. Sie beinhalten hauptsächlich die wasserlöslichen die Wasserlöslichen Aroma-und Inhaltsstoffe der jeweiligen Pflanze.

Hydrolate entstehen typischerweise als Beiprodukt bei der Herstellung von ätherischen Ölen. Mit Wasserdampf können die ätherischen Öle destilliert werde, gleichzeitig werden viele der pflanzlichen Inhaltsstoffe in diesem Dampf gebunden, welcher als Kondensat aufgefangen wird, das sogenannte Pflanzenwasser. Viele wertvolle Substanzen der Ursprungspflanzen sind in den Hydrolaten enthalten, weshalb sie sehr vielseitig eingesetzt werden können

Hydrolate, die direkt zur Verwendung destilliert werden und nicht nur als Beiprodukt bei der Destillation von ätherischen Ölen anfallen, beinhalten immer auch einen geringen Anteil an ätherischen Ölen da es nicht herausgefiltert wird. Die Konzentration ist aber so gering, dass Hydrolate sehr reizarm sind. Damit sind sie für normale Haut und auch für die zarte Haut von Babys, für Schwangere und für empfindliche, sowie ältere Menschen geeignet.

Je nach verwendetem Pflanzenmaterial haben Hydrolate sehr unterschiedliche Wirkspektren und werden als Gesichts-, Rasier-, Haar- oder Körperwasser sowie als Raumbedufter eingesetzt. Gerade bei trockener, rissiger Haut, bei Pickel und Mitesser, bei Hautirritationen oder aber auch bei kleinen Verletzungen und Insektenstichen haben Hydrolate eine ausgleichende, beruhigende Wirkung.

Wie funktioniert die Herstellung eines Hydrolats?

Es gibt viele verschieden Arten, ätherische Öle zu gewinnen, die aber eher großen Firmen vorbehalten sind, da dafür sehr aufwendige Geräte gebraucht werden.
Insgesamt ist aber auch im professionellen Geschäft mit ätherischen Ölen und Hydrolaten die Gewinnung durch Wasserdampfdestillation nach wie vor am häufigste.

Im Destillier-Kessel, der mit Wasser gefüllt ist, befindet sich unten ein Aromakorb der mit dem Pflanzenmaterial befüllt ist, aus dem das Hydrolat hergestellt werden soll. Das im Kessel befindliche Wasser wird erhitzt und beginnt zu sieden. Der nach oben steigende Wasserdampf durchdringt das Pflanzenmaterial, sowie die feinen Spalten von Blüten, Blättern und Rinden. Er transportiert dabei flüchtige Stoffe mit nach oben in die Kuppel. Oben angekommen trifft der heiße Wasserdampf auf eine im Innern mit Wasser oder Eis gekühlte Metallfläche (der sogenannten Kuppe), an der er kondensiert und seitlich hinunter in eine Rinne ablauft. So entsteht das Hydrolat mit Anteilen an ätherischem Öl. Die Destillation selbst sollte rasch erfolgen, je länger Sie die Pflanzen der Hitze aussetzen, umso mehr Wirkstoffe werden zerstört.

Pflanzen-Hydrolate selber destillieren

Eine Möglichkeit sich selbst sein eigenes Pflanzenwasser herzustellen ist, sich aus einem Glaskolben, einem Kühlrohr und einem Spiritusbrenner der auch mit ein paar Teelichtern ersetzt werden kann eine eigene kleine Destille zu bauen.

Frisch gesammeltes Pflanzenmaterial
In den Glaskolben sollten zusätzlich zu dem Pflanzenmaterial und dem Wasser auch noch ein paar Steine (Lava o. Ä.) zur Wärmeverteilung gegeben werden.
Nun heißt es Geduld zu haben und Tropfen für Tropfen die Pflanzenessenz fliesen zu lassen.

Das fertige Hydrolat kann nun in Schraubgläser oder fest verschließbare Flaschen gefüllt werden, es ist einige Wochen lang haltbar. Lagern Sie Hydrolate stets kühl (9–14 °C) und dunkel. Vermeiden Sie häufiges Öffnen. Mit Alkohol vermischt (12-15 % Alkoholgehalt bezogen) hält es sogar über ein Jahr.

Vor Benutzung sollten alle verwendeten Gefäße unbedingt desinfiziert werden, um Keimen im Hydrolat vorzubeugen.

Wichtig zu beachten ist noch:

Selbst gemachte Pflanzenwasser beinhalten zwar viele der wichtigen Inhaltsstoffe der Pflanzen, sind aber ohne die Beigabe von Alkohol oft nicht sehr lang haltbar, da sie keine Zusatz- oder Konservierungsstoffe beinhalten.

Sollten sie gegen einen Inhaltsstoff einer Pflanze allergisch reagieren wird es auch bei dem Hydrolat dar Fall sein. Bitte achten sie auf grundsätzliche Hautverträglichkeit, wenn sie das Pflanzenwasser nicht ausschließlich nur als Raumbedufter nutzen wollen.

Wie funktioniert das Gehirn?

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Die Arbeit des Gehirns wird oft mit der Funktionsweise eines großen Computers vergleichen. Das Gehirn ist ein informationsverarbeitendes System und das ist der Computer auch, aber das war es dann im weitesten Sinne auch schon.

Das Gehirn funktioniert nicht wie ein klassischer Digitalcomputer, in dem alle Verarbeitungsschritte nacheinander ablaufen. Im Gehirn laufen stets sehr viele Prozesse parallel und diese sind weit über das ganze Gehirn und seine Areale verteilt. 

Es verarbeitet Sinneseindrücke und Informationen des Körpers und schickt zeitgleich Botschaften in alle Bereiche des Körpers zurück.

Das wichtigste ist: Ein Gehirn für sich funktioniert gar nicht. Es ist ein Organ des Körpers, mit dem es eng und vielfältig vernetzt ist.

Das Gehirn ist immer aktiv und befasst sich zum größten Teil mit selbstgenerierter Aktivität und nicht etwa nur mit Signalen, die über unsere Sinnesorgane an es herangetragen werden. Der Computer hingegen verknüpft Input mit Output, und wenn kein Input kommt, tut er gar nichts.

Doch das Gehirn kann weit mehr als eine Maschine: Das Gehirn ist das Organ mit dem der Mensch denkt und fühlt, hier liegen die Wurzeln seiner Intelligenz.

Das Gehirn besteht aus verschiedenen Abschnitten, die unterschiedliche Aufgaben haben. Es lassen sich vereinfacht vier Hauptbereiche unterscheiden:

Großhirn

Zwischenhirn mit Thalamus, Hypothalamus und Hypophyse

Kleinhirn

Stammhirn mit Mittelhirn, Brücke und verlängertem Mark (Nachhirn)

Unser Denkorgan ist ungefähr so groß wie zwei geballte Fäuste und wiegt etwa 1,5 Kilogramm. Von außen ähnelt das Gehirn durch Windungen und enge Spalten einer überdimensionalen Walnuss. Das Hirngewebe enthält etwa 100 Milliarden Nervenzellen und etwa eine Billion Stützzellen, die das Gewebe stabilisieren. Die Länge aller Nervenbahnen des Gehirns eines erwachsenen Menschen beträgt etwa 5,8 Millionen Kilometer, das entspricht dem 145-fachen Erdumfang.

Reflexintegrationstraining – Ablauf und Wirkung des Rhythmischen Bewegungstrainings

Durch die motorischen Übungen des Reflexintegrationstrainings wird die Stimulation der neuronalen Strukturen nachgeholt, sodass das Gehirn nachreifen und sich weiterentwickeln kann.

Für jeden der passende Trainingsplan

Für jede Person, unabhängig des Alters wird ein individueller Trainingsplan ausgearbeitet, der während der Übungseinheiten fortwährend überprüft und entwicklungsbezogen angepasst wird. Entsprechend der Reihenfolge ihres Entstehens werden die einzelnen Reflexe geprüft und daraufhin das Bewegungstraining individuell für jeden Betroffenen zusammengestellt.

Als erste Übungssequenz erfolgen die sogenannten passiven Bewegungen zur Stimulierung des Stammhirns, hiermit wird sozusagen der Boden zur Nachreifung gelegt. Die danach erfolgenden aktiven Übungen zur Anregung des Kleinhirns werden individuell nach zu bearbeitendem Reflex und Person abgestimmt und angeleitet. Jede Übungseinheit wird in der Regel ca. 4 Wochen trainiert. Durch diese körperlich aktive Anregung und Nutzung des Nervengeflechts wird die Myelisierung der Nervenbahnen zwischen den verschiedenen Hirnarealen stimuliert und angeregt, wodurch sie vergleichbar mit der Ummantelung von Elektrokabeln eine stärkere Isolierung bekommen. Der Informationsfluss in diesen Nervenbahnen kann dadurch schneller und störungsarmer erfolgen. Als Bild könnte man sich einen kleinen Trampelpfad vorstellen, der zu einer gut befestigten Straße ausgebaut wird und mit dieser Anlage zu einer Datenautobahn heranwachsen kann.

Die sehr einfach zu erlernenden Übungen sind den normalerweise automatisch ablaufenden Bewegungen von Säuglingen und Kleinkindern nachempfunden. Sie werden in der Trainingsstunde vorgestellt und miteinander geübt. Zum einen werden sie passiv mit dem Betroffenen durchgeführt, hier ist bei Kindern die aktive Hilfe der Eltern gefragt und zum anderen aktiv als Trainingsprogramm absolviert.

Von den Kindern/Jugendlichen werden sie in der Regel gerne angenommen und nach einer gewissen Übungszeit sogar richtiggehend eingefordert, da sie oftmals eine spürbar harmonisierende Wirkung zeigen.

Wichtig ist, dass sie auch zuhause ca. 10 Minuten täglich durchgeführt werden :o))

Die Kunst des Punzierens von Leder und Metall

Punzieren – die alte Kunst des Prägens und Gravierens

Das Gravieren oder Punzieren ist ein Kunsthandwerk, dessen Entstehung bis in die Urzeit der Menschheit zurückreicht. Zu allen Zeiten wurden Schneid- und Schlagwerkzeuge verwendet um Gebrauchsgegenstände oder Schmuck aus Metall oder Leder zu verzieren.

Bereits in der Antike wurden Gegenstände zu dekorativen Zwecken bearbeitet, solide Metallobjekte waren dabei keine Ausnahme, so gibt es Überreste von punzierten Bronze- und Eisenwaffen, aber auch Schmuck und Geschirr.

Beim Punzieren von  Metall oder Leder wird mit Hilfe von Punziereisen in Reihung Schlag neben Schlag gesetzt, bis fortlaufende Linien, Punktreihen oder auch einfache ornamentale Motive entstehen.

Die Kunst des Gravierens wurde im 14. Jahrhundert mit dem Kupferstich bekannt. Einer der berühmtesten „Kupferstecher“ war Albrecht Dürer, der zu seiner Zeit die Kupferdruckstöcke für seine berühmten Drucke schnitt und dieses Kunsthandwerk damit zu einer Blütezeit brachte.

Das Punzieren ist eine traditionelle Methode der Lederbearbeitung, die zur Dekoration von Lederartikeln eingesetzt wird.

Punzieren bezeichnet im Vergolderhandwerk eine angewandte Technik zur Verzierung vergoldeter Oberflächen, beispielsweise bei Bilderrahmen.